Deutscher Gewerkschaftsbund

09.05.2018

DGB-Kreisverband Treptow-Köpenick begrüßt neue Arbeitszeitgestaltung für Reinigungskräfte in Bezirksgebäuden

Statt spät abends oder nachts werden am Standort Adlershof des Bezirksamtes Treptow-Köpenick die Büroflächen nun zu den üblichen Arbeits- und Öffnungszeiten gereinigt. „Das ist ein wichtiger Schritt gegen prekäre Arbeit in der Reinigungsbranche.“, betonte der Vorsitzende des DGB-Kreisverbands, Robert Seifert. Reinigungskräfte arbeiten in der Regel sehr früh am Morgen, abends oder nachts, also außerhalb der Betriebszeiten der zu reinigenden Gebäude.

Die auseinandergerissenen Arbeitszeiten führen dazu, dass Reinigungskräfte oft ein geringes Arbeitszeitvolumen haben und häufiger als in anderen Branchen einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Das hat auch geringere Löhne zur Folge. Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Vollzeit ist bei diesen Arbeitszeiten kaum möglich. Familienzeit und Kindererziehung sind schwer zu vereinbaren und das in einer Branche, in der vor allem Frauen arbeiten.

Uwe Döring, stellvertretender Vorsitzender des DGB-KV und Bezirksverordneter begrüßte die Regelung, die sowohl den Anforderungen des DGB an die Bezirkspolitik als auch der Kooperationsvereinbarung der Parteien DIE LINKE und der SPD in der BVV entspricht. „Es ist ein wichtiges Signal dafür, dass Gute Arbeit im Bezirk nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch umgesetzt wird.“

Presse:

Morgenpost (08.05.2018): „Reinigungskräfte im Rathaus kommen während der Bürozeit - Der Bezirk Treptow-Köpenick startet ein Pilotprojekt für bessere Arbeitsbedingungen.“

PM Senatsverwaltung Integration, Arbeit, Soziales: „Senatorin Breitenbach: Reinigung in Behörden und Unternehmen zu üblichen Arbeitszeiten heißt: Gute Arbeit für Reinigungskräfte“


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