Deutscher Gewerkschaftsbund

02.11.2016

9. NOVEMBER: Neukölln gedenkt des Juden-Pogroms der Nazis

Logos DGB, Falken, Hufeisern gegen rechts

Die Neuköllner Kreisverbände des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Falken sowie die Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“ erinnern mit zwei Veranstaltungen gemeinsam an die rassistisch und politisch motivierte Verfolgung und Ermordung von Menschen während der Nazi-Herrschaft:

Mittwoch, 9. November 2016 – Rundgang zu den Stolpersteinen in der Hufeisensiedlung
Treffpunkt: 17:00 Uhr am U-Bahnausgang Parchimer Allee/Fritz-Reuter-Allee

Am 9. November 1938 initiierten die Nationalsozialisten ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in ganz Deutschland. Der DGB-Kreisverband Neukölln, die Falken Neukölln und Hufeisern gegen Rechts nehmen diesen Tag zum Anlass, die sechs Stolpersteine in der Hufeisensiedlung zu besuchen. Die Messingtafeln der in den Bürgersteig eingesetzten Steine beginnen alle mit den Worten: „Hier wohnte”. In diesen Häusern lebten Frauen und Männer, die von den deutschen Faschisten verfolgt und ermordet wurden. Stellvertretend für alle Opfer rechter Gewalttaten wollen wir an die sechs Britzer Bürgerinnen und Bürger erinnern und ihrer Geschichte gedenken.

Sonntag, 13. November 2016 – Konzert mit Olaf Ruhl „Singt ojf Jiddisch!“
15:00 Uhr im Anton-Schmaus-Haus, Gutschmidtstraße 37, 12359 Berlin (Nähe Britz-Süd)

Einige Tage nach dem Gedenktag für die Pogromnacht wollen wir mit Olaf Ruhl die reichhaltige europäisch-jüdische Tradition lebendig werden lassen, die von den Deutschen und ihren osteuropäischen Kollaborateuren ausgelöscht werden sollte. Mit Akkordeon und Gitarre interpre- tiert Olaf Ruhl altes und neues jiddisches Liedgut und bietet den Zuhörern, die jiddische Lieder fast ausschließlich mit Trauer und Holocaust verbinden, eine neue Perspektive. Sie lernen, dass die Lieder auch fröhlich, witzig, keck, neckisch und nachdenklich sind.


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