Deutscher Gewerkschaftsbund

15.06.2018

Internationaler Tag der Gebäudereinigung – DGB-Kreisverbände fordern mehr Tagesreinigung

Seit Anfang der 90er Jahren in den USA bei einem Streik GebäudereinigerInnen brutal zusammengeschlagen wurden, gibt es den Internationalen Tag der GebäudereinigerInnen als globalen Aktionstag. Auch in Berlin arbeiten viele der über 40.000 Beschäftigten der Branche zu schlechten Bedingungen.

Die Vergabe von Aufträgen an Gebäudereinigungsfirmen läuft überwiegend über den Preis. Dabei war und ist vielfach der Staat selbst Treiber der Ausbeutung. Während die IG BAU mit dem Arbeitgeberverband auf Bundesebene gerade über faire Einkommen und bessere Rahmenbedingungen verhandelt, fordern die Berliner DGB-Kreisverbände die Bezirksämter auf, sich stärker für bessere Arbeitsbedingungen der Reinigungskräfte einzusetzen, die öffentliche Gebäude – Ämter, Schulen, KiTas etc. – sauber machen.

In keiner anderen Branche ist der Anteil von Minijobs so hoch. Wie Minijobs durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ersetzt werden kann, zeigt gerade der Bezirk Treptow-Köpenick. Dort wurde vom Bezirksamt die Reinigung von zunächst vier Gebäuden als Tagesreinigung ausgeschrieben. Statt spät abends oder nachts werden die Büroflächen nun zu den üblichen Arbeits- und Öffnungszeiten gereinigt.

Die DGB-Kreisverbände erklären sich solidarisch mit den Forderungen der Beschäftigten in der Gebäudereinigung nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen.

Die DGB-Kreisverbände begrüßen die beschrieben Neuausrichtung der öffentlichen Vergabepolitik in Treptow-Köpenick und fordern eine Ausweitung dieser Vergabepraxis auf alle Bezirke.


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Ko­lum­­ne: Die Rechts­fra­­ge
DGB
Leser des Tagesspiegel kennen Martina Perreng. Seit 2005 beantwortet die Arbeitsrechtlerin auf der Karriere-Seite Fragen zum Arbeitsrecht. Der DGB veröffentlicht die "Karriere-Fragen" nach ihrem Erscheinen im Tagesspiegel auf dieser Seite.
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