Deutscher Gewerkschaftsbund

26.10.2013

Fleischindustrie: Tarifverhandlungen zum allgemeinverbindlichen Mindestlohn – Arbeitgeber wollen Ost-Abschlag

Die skandalösen Zustände in der Fleischindustrie sind inzwischen allseits bekannt, Tausende von Werkvertragsarbeitnehmer, vor allem aus Rumänien, arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Niedrigstlöhnen. Dank des massiven öffentlichen Drucks haben die Arbeitgeber zumindest verbal Zugeständnisse in Aussicht gestellt, vor allem in Bezug auf einen allgmeinverbindlichen Mindestlohn, der dann auch für Werkvertragsarbeitenehmer gelten sollte.

Hackfleisch

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In der ersten Verhandlungsrunde wurde allerdings klar, dass damit keineswegs die gewerkschaftliche Forderung nach einem Mindestlohn von mindestens 8,50€/Stunde gemeint ist, zumindest nicht in Ostdeutschland. Erst in vier (!) Jahren sollen – nach Arbeitgebervorstellung – dort die 8,50€/Stunde in kleinen Schritten erreicht werden. Das Angebot war für die NGG inakzeptabel, die Verhandlungen wurden vertagt.


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Ko­lum­ne "Fra­gen zum Ar­beits­recht"
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