Deutscher Gewerkschaftsbund

19.02.2014

Betriebsratswahlen 2014 – Demokratie hört nicht an der Bürotür auf

Teaser Betriebsratswahlen 2014 Deine Stimme

DGB

Von März bis Mai 2014 finden bundesweit in allen in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten Betriebsrats- und Jugendauszubildendenvertretungswahlen statt. In allen Unternehmen? Leider nicht, denn in (zu) vielen Betrieben gibt es keine Betriebsräte. Obwohl es zahlreiche Studien gibt, die belegen, dass zum Beispiel Unternehmen mit Betriebsrat sehr viel besser durch die letzte Wirtschaftskrise gekommen sind, werden in zahlreichen Unternehmer Betriebsräte immer noch als störend angesehen. Betriebsratsgründungen werden zum Teil aktiv verhindert.

Das Recht, einen Betriebsrat und eine Ausbildungsvertretung zu wählen ist ein demokratisches Grundrecht und ein wichtiger Pfeiler der Wirtschaftsdemokratie. „Deshalb wollen wir, der DGB-Kreisverband Tempelhof-Schöneberg, heute die Abgeordneten der BVV über diese Wahlen informieren und als Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen.“, betont Uwe Timm, Vorsitzender des Kreisverbandes und selbst Betriebsrat.

BVV-Abgeordnete arbeiten ehrenamtlich, sie sind vielleicht sogar im Hauptberuf selbst Betriebsräte oder arbeiten unter Umständen in Unternehmen, in denen es bisher keinen Betriebsrat gibt. „In diesem Sinne ist das Motto unserer kleinen Aktion: Information, denn vielfach ist zum Beispiel nicht bekannt, dass Leiharbeiter vom ersten Tag an wahlberechtigt sind, wenn ihre Verleihzeit länger als drei Monate beträgt. Genauso wichtig ist uns die Unterstützung für diejenigen, die betriebliche Mitbestimmung schon aktiv mitgestalten.“

Rückfragen oder Anmerkungen an: Uwe Timm, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Tempelhof-Schöneberg, uwetimm@online.de


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