Der Landesinnungsverband Elektrotechnische Handwerke Berlin Brandenburg (LIV) hat sich mit der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen auf neue und einheitliche Tarifentgelte für Berlin und Brandenburg geeinigt.
Die Vereinbarung sieht vor, dass die ab dem 1. Juli 2012 geltenden Stundenentgelte von den Arbeitsministerien als allgemeinverbindliche Tarifentgelte für die gesamte Branche übernommen werden. Den Antrag auf allgemeinverbindliche Anerkennung der Tarifentgelte stellen Landesinnungsverband und IG Metall gemeinsam.
Landesinnungsverband und IG Metall kritisierten in ihren Tarifgesprächen den Verfall auskömmlicher Preise durch Dumpinglöhne und öffentliche Auftraggeber, die ohne Rücksicht auf die Folgen für die öffentlichen Kassen nur das billigste Angebot bevorzugten.
Dazu erklärte Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen: „Das Tarifergebnis für das Elektrohandwerk beendet mit den einheitlichen Tabellen jetzt die unterschiedliche Bezahlung in Ost und West. Das ist auch ein sehr gutes Signal an die junge Generation. Im Handwerk wird es zunehmend wichtiger, die Tariflöhne als allgemeinverbindlichen Standard für alle Betriebe festzulegen, damit ein wirksames Mittel gegen Lohndumping und ständige Schmutzkonkurrenz in der Branche zur Verfügung steht.“
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