Deutscher Gewerkschaftsbund

01.03.2019
Mitreden am 25. März Leopoldplatz

Reden wir über Wohnen!

  • Worum gehts?

    Am 25. März werden wir mit KollegInnen, BürgerInnen, Nachbarn zum Thema Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Berlin das Gespräch suchen und laden zur Teilnahme ein.

    Dieses Thema Mieten-Explosion treibt auch uns Gewerkschaften stark um. Wir wollen uns sowohl mit eigenen Vorschlägen einbringen, als auch in Bündnissen für den Erhalt und Ausbau bezahlbarer Wohnungen einsetzen.

    Wir werden u. a. folgende Aktionen anbieten:

    • Moderierte Gespräche in unserem aufblasbaren Wohnzimmer mit VertreterInnen aus Politik, Verbänden, Initiativen über den Erhalt und die Beschaffung bezahlbaren Wohnraums
    • Unter dem Motto „Gib deinen Senf dazu“ wird die DGB-Jugend Hotdogs verteilen, dazu gibt’s musikalische Begleitung. 
    • Der besagte „Senf“ in übertragener Form von Fragen oder Statements kann im direkten Gespräch und/oder auf Zukunftsdialogkarten abgegeben werden.

    Anbei die Einladung mit Programmablauf (PDF, 674 kB), eine Broschüre mit Impulsen zu gewerkschaftlichen Positionen zu nachhaltiger Wohnungspolitik Zukunftsdialog Wohnen - Gerkschaftliche Positionen (PDF, 2 MB) und die Zukunftsdialog-Karten - Was soll sich ändern? (PDF, 1 MB)

  • Wohnungspolitik, (wieder) ein Thema für Gewerkschaften?

    Gewerkschaften setzen sich für die Belange der Beschäftigten ein. Diese enden jedoch nicht an der Büro- oder Schultür, nicht am Werkstor oder am Eingang zum Coworking-Space. 80 Prozent der Ber linerinnen und Berliner wohnen zur Miete. Immer mehr von ihnen suchen bezahlbare Wohnungen, für sich selbst oder ihre Kinder, die für Ausbildung oder Studium eine eigene Wohnung brauchen. In Berlin sind die Angebotsmieten innerhalb der letzten fünf Jahre um etwa 30 Prozent gestiegen, im Bezirk Mitte sogar um 42 Prozent (Quelle: empirica-systeme). Lohnsteigerungen durch gute Tarifab- schlüsse der Gewerkschaften werden nicht selten von der Miete wieder aufgefressen.

    Eine gute Wohnungspolitik nimmt auch die Situation der Beschäftigten in der Wohnungswirtschaft in den Blick. Tariff ucht und der Druck auf die Beschäftigten haben in den letzten Jahren stark zuge- nommen. Dazu mal eine gute Nachricht: Dank des Drucks gut organisierter ver.di-Mitglieder, ist die öffentliche Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte seit 1. Dezember 2018 wieder tarifgebunden!

  • Was will der DGB?

    Zu der Aktionswoche wurden vom DGB umfassende Forderungen für eine soziale und nachhaltige Wohnungspolitik aufgestellt. Klar ist, dass dringend mehr Wohnungen gebaut werden müssen. Öffentlicher, gemeinnütziger Wohnungsbau soll deutlich besser f nanziert, und die Spekulation eingedämmt werden. Allein in Mitte werden nach Angaben des Bezirksstadtrats, Ephraim Gothe, derzeit etwa 12.000 Wohnungen nicht gebaut, obwohl Baugenehmigungen vorliegen.

  • Es muss was passieren, aber was? Wir fragen nach euren und Ihren Erfahrungen und Ideen!

    Die Forderungen des DGB sind das eine, mindestens ebenso wichtig sind aber die Menschen, die für diese Forderungen eintreten und sie nach Möglichkeit umsetzen:

    • ehrenamtliche KollegInnen und MieterInnen-Organisationen, die sich vor Ort für bezahlbaren Wohnraum engagieren,
    • politisch Verantwortliche mit ihren Instrumenten, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und neu zu schaffen,
    • Beschäftigte, Studierende, Auszubildende und AnwohnerInnen mit ihren aktuellen, persönlichen Erfahrungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

    Mit ihnen allen wollen wir am Aktionstag auf dem Leopoldplatz in unserem „mobilen Wohnzim- mer“ - einer gemütlichen Sitzecke mit einem Sofa sowie zwei Sesseln - über unsere Forderungen und deren Umsetzungschancen reden.

  • PROGRAMM 25. März

    15:00 Begrüßung und Einleitung

    • Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB, Berlin-Brandenburg
    • Carolin Hasenpusch, DGB-Jugend, Berlin-Brandenburg

    15:30–16:00 Reden wir über… „Gewerkschaftliche Wohnungspolitik in der Praxis“

    • Joachim Elsholz, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Steglitz-Zehlendorf
    • Klaus Helmerichs, ehem. IGM Berlin-Brandenburg-Sachsen, aktiv am Klausenerplatz für Milieuschutz (Charlottenburg-Wilmersdorf)
    • Uwe Doering, stellv. Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Treptow-Köpenick, aktiv im Bündnis für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums im Kosmos-Viertel
    • Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Bundesvorstands

    16:30–17:00 Reden wir über … „Bezirkspolitik gegen Gentrifizierung – Don Quijote oder Da vid?“

    • Birgit Monteiro, stellv. Bezirksbürgermeisterin und -stadträtin der Abt. Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit in Lichtenberg
    • Florian Schmidt, Bezirksstadtrat der Abt. Bauen, Planen und Facility Management in Friedrichshain-Kreuzberg
    • Reiner Wild, Geschäftsführer des Mieterverein Berlin e.V.
    • Laura Pinnig, Vorsitzende des DGB-Kreisverbands Mitte

    17:30–18:00 Reden wir über … „Lernen auf der Straße? – Wohnungen für Azubis und Studierende!“

    • Fabian Schmidt, Jugendbildungsreferent DGB-Jugend, Berlin-Brandenburg, im Gespräch mit Studierenden, Auszubildenden und jungen Beschäftigten

    Bezahlbarer Wohnraum statt Luxusappartements: Wie geht das? Gib deinen Senf dazu! Dazu gibt’s von der DGB-Jugend Hotdogs bei guter Laune und Musik.

Talk auf dem Leopoldplat

DGB | Schliwiju