Deutscher Gewerkschaftsbund

01.03.2019
Der Markt löst die Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht!

Bezahlbar ist die halbe Miete

In den Ballungsgebieten und Universitätsstädten, aber auch in kleinen und mittleren Städten steigen die Mieten seit Jahren stark an. Ein immer größerer Anteil des Einkommens geht für die Miete drauf.

  • Viele Menschen können sich keine Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsortes leisten.
  • Pendler/-innen müssen immer weitere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen.
  • Erwerbslose und Normalverdiener/-innen werden aus den begehrten Wohnlagen verdrängt, die Wohnungslosigkeit wächst.

Diese Misere auf dem Wohnungsmarkt ist nicht vom Himmel gefallen.

Der Staat hat sich weitgehend aus der aktiven Wohnungspolitik zurückgezogen. Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus wurde seit den 1980er Jahren heruntergefahren, die Wohnungsgemeinnützigkeit abgeschafft, Wohnungsbestände und Boden privatisiert.

Der Immobilienmarkt entwickelte sich dadurch mehr und mehr zu einem Finanzmarkt.

Gab es vor 30 Jahren noch mehr als drei Millionen Sozialwohnungen, sank der Bestand im Jahr 2017 auf 1,2 Millionen. Es zeigt sich deutlich:

Der Markt löst die Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht! 

Deshalb fordern der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften, dass Wohnen bezahlbar sein muss – denn das ist schon die halbe Miete!

Zukunftsdialog Wohnen - Gerkschaftliche Positionen (PDF, 2 MB)

 Siehe auch unseren Aktionstag dazu am 25. März auf dem Leopoldplatz, Berlin-Mitte!

Mietwohnungsbau Baustelle

DGB/ahfotobox123rf.com