Deutscher Gewerkschaftsbund

03.05.2021

130 Jahre 1. Mai in Neukölln – Solidarität ist Zukunft!

Der 1. Mai ist der Tag in der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung an dem die Erwerbstätigen auf die Straße gehen und für ihre Forderungen eintreten. Aufgrund der Pandemie verzichtete der Deutsche Gewerkschaftsbund auf zentrale Großveranstaltungen. In Berlin haben die DGB Kreisverbände in ihren Stadtbezirken eigene Aktionen initiiert.

Sprühaktionen

DGB

In Neukölln haben die Kolleginnen und Kollegen des Kreisverbandes am Vorabend ein Sprühaktion an verschiedenen Orten durchgeführt.

Am 1. Mai wurde in der Hufeisensiedlung eine Kundgebung mit der sozialistischen Jugendorganisation den Neuköllner Falken und der Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“ organisiert. Fast 150 Menschen haben an der Kundgebung unter Wahrung des Gesundheitsschutzes teilgenommen. 

Mirjam Blumenthal

DGB

Erste Rednerin war die DGB Kreisvorsitzende, Mirjam Blumenthal. Sie machte deutlich, dass die Gewerkschaften maßgeblich dazu beigetragen haben, dass viele Dinge, tatsächlich für Millionen Menschen Arbeits- und Lebensrealität geworden sind: gute Bezahlung, Jahresurlaub und Urlaubsgeld, der Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage Woche mit freiem Wochenende, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mutterschutz, Kündigungsschutz und Beschäftigungssicherung. Gleichzeitig verwies sie auf aktuelle Probleme wie die schlechte Bezahlung von „systemrelevanten Berufen“ und die soziale Ungleichheit und prekäre Beschäftigung von denen große Teile der Erwerbstätigen betroffen sind.

Axel Haese

DGB

Anschließend hat der IG BAU – Vertreter und stellvertretender DGB Kreisvorsitzende, Axel Haese, über die Besonderheiten der Hufeisensiedlung im Wohnungsbau informiert und zu den Forderungen der IG BAU in der Tarifrunde berichtet.

Martin Hikel

DGB

In seinem Grußwort bedankte sich der SPD Bezirksbürgermeister, Martin Hikel, für die Initiative der Kundgebung in Neukölln beim DGB Kreisvorstand und hob die Bedeutung der Gewerkschaften hervor. Ebenso ging er auf aktuellen sozialen Themen in Neukölln ein.

Jürgen Schulte

DGB

Abgerundet wurde die Inhalte durch den Beitrag von Jürgen Schulte von der Initiative „Hufeisern gegen Rechts“. Schulte berichtet über die historischen Entwicklungen in der Siedlung insbesondere die Entwicklungen in der Nazizeit und zog die Verbindungen zu heute.

Umrahmt wurden die Reden von musikalischen Beiträgen mit Liedern der Arbeiterbewegung von Karsten Thiemann und Axel Haese.

Vor 130 Jahren fand der 1. Mai in Neukölln zum 1. Mal statt. Das sind 130 Jahre geballte Geschichte um den Kampf für Freiheit, Solidarität, Gleichheit und Frieden. In einer Welt der Freien und der Gleichen.


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Ko­lum­ne "Fra­gen zum Ar­beits­recht"
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Die Leserinnen und Leser der Tageszeitung "Tagesspiegel" kennen DGB-Arbeitsrechtsexpertin Marta Böning. Sie beantwortet auf der Karriere-Seite Fragen zum Arbeitsrecht. Hier können Sie die Beiträge nach ihrem Erscheinen im Tagesspiegel online nachlesen.
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