Deutscher Gewerkschaftsbund

10.10.2013

Grenzüberschreitende Aktion gegen schlechte Arbeitsbedingungen von LKW-Fahrer

Unter dem Motto „Gute Arbeit in der Logistik“ ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des Straßengüterverkehrs in der Zeit vom 07. bis 12. Oktober 2013 bundesweit zu Aktionen auf. In Berlin-Brandenburg startet ver.di zusammen mit der polnischen Gewerkschaft NSZZ „Solidarnosc“ am Freitag, dem 11. Oktober 2013 eine grenzüberschreitende Aktionstour. Der Auftakt findet um 9:00 Uhr auf dem Rastplatz Frankfurter Tor statt. Danach besucht das Aktionsteam die Rastplätze am ehemaligen Zollterminal „Swiecko 2“ (10:00 Uhr) und in Porzadlo und Mostki (12:30 bis 14:00 Uhr).

Mit der Aktion werden Berufskraftfahrer in Deutschland, Polen, Weißrussland, Ukraine und Russland über ihre Rechte informiert. Daneben wird ihnen erläutert, wie sie zusammen mit Gewerkschaften Einfluss auf ihre Arbeits- und Einkommensbedingungen nehmen können.

Ver.di und die ETF kämpfen gemeinsam gegen die sich verschlechternden Arbeits- und Lebensbedingungen der Berufskraftfahrer in Europa und für die Durchsetzung von gleichen Bedingungen in der Europäischen Union. Der Wettbewerb in der Branche darf weder national noch international über die Arbeits- und Einkommensbedingungen ausgetragen werden. Subunternehmen des Straßengüterverkehrs, die Lohn- und Sozialdumping betreiben, müssen nach ver.di-Auffassung von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden. ver.di und die ETF fordern deshalb die Politiker in Europa auf, klare Regeln für einen fairen Wettbewerb zu schaffen.

Weltweit finden in der Branche Anfang Oktober vergleichbare Aktivitäten statt, die über den Dachverband ITF / ETF (Internationale / Europäische Transportarbeiter Föderation) koordiniert werden.

Mehr Infos bei Ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich (10) Postdienste, Speditionen, Logistik


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