Deutscher Gewerkschaftsbund

23.11.2020

Berliner DGB-Kreisverbände unterstützen Aktion gegen Gewalt an Frauen

Beim Treffen (online) der Berliner DGB-Kreisverbände am 18. November stand auch der Internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen auf der Tagesordnung. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Nachdem Sonja Staack, stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende, den Schwerpunkt des diesjährigen Aktionstages dargelegt hatte, verabschiedeten die DGB-Kreisverbände eine Resolution „Mach meine Kollegin nicht an – Nein zu Gewalt an Frauen.

Eingerahmt vom virtuellen Hintergrundlogo des Aktionstages erläuterte Sonja Staack in ihrem Impulsreferat die Kernforderung des DGB in diesem Jahr, die Umsetzung der ILO-Konvention 190. „In der Corona-Krise hat vor allem häusliche Gewalt zugenommen. Aber auch der Arbeitsplatz wird für viele Frauen zum Ort von Belästigung, Diskriminierung und Übergriffen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Internationale Arbeitsorganisation mit dem Übereinkommen 190 über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt ein klares Zeichen gegen Gewalt und Belästigung gesetzt hat. Damit wurde eine international verbindliche Grundlage für Maßnahmen formuliert. Die Konvention liegt bereits seit einem Jahr vor. Die EU muss endlich die Blockade überwinden und den Weg für die Ratifizierung der Konvention frei machen.“

Staack betonte, dass in jedem Betrieb klar sein müsse: Für Belästigung und Gewalt gibt es keinerlei Toleranz, sondern immer eine Rote Karte! Dafür stehen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie Betriebs- und Personalräte vor Ort ein.

Alle DGB-Kreisverbände erklärten ihre Unterstützung und beschlossen eine resolution, in der sie gemeinsame Forderung des Juristinnenbundes und des DGB zur Ratifizierung der ILO-Konvention unterstützen.


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